Frühlingshafte Neuzugänge

Diese Woche habe ich es endlich mal geschafft, mit meiner Mutter, meiner Tante und meinem Großen (der schon häufiger dort war als ich) zu einem nicht allzu weit entfernten großen Gartenmarkt zu fahren. Es gab im Prinzip das Standardsortiment plus einige Schmankerl und von sehr günstig bis völlig überteuert war alles dabei. Ich konnte nicht umhin, mir einige Primeln und diese sagenhaft schönen Ranunkeln zuzulegen, die ich letztes Jahr schon verzweifelt im Internet gesucht habe, ohne fündig zu werden. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, sie am Leben zu halten. Bisher haben wir noch jedes Jahr dabei versagt. Alles, was hier je an Ranunkeln gepflanzt wurde, ist meist sehr schnell von der Bildfläche verschwunden. Aber vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.

 

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Schneerosen Saison 2015

Der Frühling kommt, die Schneerosen blühen! Jeden Tag tauchen neue Blüten auf und keine Pflanze ist wie die andere dank fleißiger Selbstaussaat und nie versiegendem Nachschub. Bei der letzten „Volkszählung“ habe ich mindestens 50 große Pflanzen ausfindig gemacht, von denen der Großteil momentan in voller Blüte steht bzw. gerade am Aufblühen ist. Keimlinge gibt es auch schon eine ganze Menge und zwei Schalen voll sind bereits pikiert. Habe mir für dieses Jahr vorgenommen, das große Schneerosenbeet, das ich irgendwann vor 15 Jahren „angelegt“ habe und das sich im Laufe der Zeit stark verselbständigt hat, auszumisten und neu zu sortieren. Aber für den Moment genügt es, sich an der Blütenvielfalt zu erfreuen.

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Dahlien Saison 2014 #2

Noch immer lässt der erste Frost auf sich warten, aber aus Zeitgründen musste ich bereits 2/3 der Dahlien ernten. Im Keller warten schon knapp 6000 Tulpen und Narzissen auf ihre Pflanzung und bald wird dazu keine Zeit mehr sein, denn in einem Monat ist wieder mit Nachwuchs zu rechnen und diesmal bin ich nicht mehr der Illusion erlegen, man hätte irgendwie mehr Freizeit, nur weil man nicht mehr arbeiten muss. Genau genommen hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie soviel zu tun wie seit dem Tag, als Baby Nummer 1 das Licht der Welt erblickte. Der Umzug und die damit verbundenen Arbeiten tun ihr Übriges, weswegen ich über jede Stunde Gartenzeit froh bin.

Die außerplanmäßige Zeit, Bilder zu bearbeiten bzw. Beiträge zu schreiben, ist daher sehr dünn gesät. Eigentlich würde auch jetzt genug Arbeit lauern, aber es ist freitagmorgens um 5, da kann man sich auch mal „was gönnen“.

Also einmal Revue passieren lassen…

Es war ein sehr gutes Dahlienjahr, auch wenn ich viel zu spät gepflanzt habe. Dank des ausbleibenden Frosts sind rund 120 Sorten zur Blüte gekommen, was absoluter Rekord ist. 286 Dahlien incl. Stecklingen und Sämlingen ruhen bereits in ihrem Winterlager und ungefähr 100 warten noch in Töpfen und Beeten auf ihre Ernte.

 

Fortsetzung folgt bei Gelegenheit…

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Dahlien Saison 2014

Endlich ist es soweit: Zumindest der Umzug ist fürs Erste geschafft, wenn auch der Einzug auf sich warten lässt. Passend zu unserer Ankunft im schönen Frankenland blühen jeden Tag neue Dahlien auf. Und davon gibt es hier eine Menge. Ich sollte dringend wieder „ausmisten“, aber das ist schwierig. Schließlich ist eine Dahlie schöner als die andere.

Neu sind in diesem Jahr die Sorten, die ich in Österreich bestellt habe. Das war nicht ganz billig und ich hoffe, dass es sich gelohnt hat. Von denen, die aufgeblüht sind, bin ich auf jeden Fall sehr angetan, da sie wirklich wie auf den Fotos versprochen aussehen. Für dieses Jahr habe ich schon ein paar weitere ins Auge gefasst (soviel zum Thema „ausmisten“).

Inzwischen blühen auch einige der Dahlien, die ich letztes Jahr organisiert habe und die schon im April nach Nürnberg umgezogen sind.

Mal sehen, was es heute so Neues gibt.

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Der Blumenzwiebel-Wahn

Der Blumenzwiebelwahn verfolgt mich schon seit den Tagen, als ich noch in der Grundschule war. Begonnen hat es mit Milchsternen, die meine Mutter als „Unkraut“ bezeichnete und am liebsten loswerden wollte. Stattdessen sorgte ich für eine großflächige Verteilung im Garten, indem ich all die schönen Zwiebelnester auseinanderpflückte und die einzelnen Zwiebeln wieder einpflanzte. Die Nachkommen dieser Aktion stehen zum Teil noch heute, nach rund 25 Jahren.

Ich stellte fest, dass man auch Puschkinien, Blausternchen und Krokusse ausgraben und teilen konnte. Irgendwie faszinierte mich das schon damals und tut es noch heute.

Es folgte eine recht lange Phase, in der ich mit Stiefmütterchen, Fleißigen Lieschen und Primeln experimentierte. Danach legte ich ein Schneerosenbeet an, das sich im Laufe der Jahre über den halben hinteren Garten ausgebreitet hat. Dazwischen wachsen noch einzelne Akeleien.

Anno 1999 bekam ich die Gelegenheit, bei Stuttgart einen Garten anzulegen. Zum ersten Mal machte ich eine eigene Bestellung in einem dieser herrlichen bunten Gartenkataloge. Meine Mutter hatte mich immer gebremst mit den Worten „Das sieht nur auf den Bildern so toll aus“ (oft wahr) und „Wir haben gar keinen Platz mehr im Garten“ (definitiv wahr). So kam ich zu meinen ersten Dahlien, niedrigen, frühblühenden einfachen Dahlien, deren Abkömmlinge noch heute im Garten meiner Mutter existieren. Aus den Dahlien zog ich im Folgejahr Sämlinge und nachdem meine Mutter sah, dass die Dahlien schon Ende Juli blühten und reichlich von Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Schwebfliegen besucht wurden, fand sie doch noch einen Platz.

Während des Studiums kam ich nicht über eine Balkonbepflanzung mit Tulpen und Krokussen hinaus. In einem Nebenjob in der Hausverwaltung bepflanzte ich mit Begeisterung fremde Beete mit den Tulpen und Narzissen, die es inzwischen auch bei Aldi und Lidl billig zu kaufen gab. Ansonsten pflegte ich mehr oder minder erfolgreich über 100 Orchideen in meiner 27m“ großen 1 1/2-Zimmer-Wohnung, Ich begann, meine Mutter und Tante mit Dahlien-, Lilien-, Tulpen- und Narzissengeschenken zu nötigen, ihren Garten zu bepflanzen, bis beide irgendwann zu dem Beschluss kamen, dass die Dahlien überhand genommen hatten und weg müssten. Als ich auch noch anfing, voller Begeisterung die großen uralten Wurzelstöcke auseinander zu pflücken, war der Widerstand perfekt. Schließlich fanden sich doch einige begeisterte Abnehmer und es entstand Platz für weitere tolle Sorten.

Als meine Tante sich nicht mehr um ihren Garten kümmern konnte, begann meine Mutter, dort zu expandieren. Aus den Kartoffelbeeten wurden Beete für Sonnenhut, Dahlien, Lilien, Gladiolen, Taglilien und Schwertlilien. Ich säte fleißig Winterlinge aus, pflanzte alles, was mir in die Finger kam und bald war auch hier nur noch begrenzter Platz verfügbar.

Deshalb war die Freude umso größer, als ich an meinem Arbeitsort ein billiges Gartengrundstück kaufen konnte. Meine Mutter belud mein Auto mit über hundert Dahlien und in meinem Wahn kaufte ich noch mehr tolle Sorten. Mein Freund kam mit dem Beete graben kaum nach. Ebenso euphorisch kaufte ich im Herbst dann Unmengen Tulpenzwiebeln, die ich kurz nach der Geburt unseres Sohnes kaum mehr einpflanzen konnte, weil die Zeit plötzlich so knapp geworden war. Noch im Dezember versenkte ich bei Nieselregen Zwiebel um Zwiebel im halb gefrorenen Boden. Es war ein Kraftakt. Den Rest pflanzte ich in Töpfe, was keine so gute Idee war, wie sich dieses Jahr herausstellte.

Im April erbte ich dann das Haus meiner Tante. Recht schnell war klar, dass wir dorthin ziehen würden, zumal schon der nächste Nachwuchs ins Haus steht. Zähneknirschend begann ich, meine übrig gebliebenen Tulpenzwiebeln zu verteilen, da im neuen Garten ja kaum mehr Platz ist. Mit meiner Mutter und meinem Freund eliminierte ich Stück für Stück des Rasens, um noch eine Reihe Dahlien dazwischen zu quetschen. Allein meine Dahlien dürften inzwischen die 400 Stück überschritten haben. Wie viele Dahlien meine Mutter und meine andere Tante haben, lässt sich gar nicht schätzen. Streit um den Platz war vorprogrammiert. Als es meiner Mutter zu bunt wurde, marschierte sie eines Nachmittags los und kehrte nach einer Stunde mit der Nachricht zurück: „Ihr kriegt ein Grundstück. Die Besitzer sind froh, wenn sich jemand darum kümmert.“

Da hätte man sich das Verramschen der Vorjahreszwiebeln sparen können. Das Gute ist: Jetzt kann ich wieder neue Sorten bestellen (was ich natürlich längst getan habe). Und diesmal kommen auch noch Taglilien und Schwertlilien dazu. Ein Stück Acker, nur mit Grasbewuchs – das muss bepflanzt werden! Der Wahn nimmt kein Ende 😉

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